Gicht


Gicht - Hyperurikämie

Der Anfang der Gicht verläuft meistens über einen längeren Zeitraum, ohne dass man es merkt. Zwar sind meistens bei Gichterkrankten die Harnsäurewerte zu hoch, aber auch bei normalen Werten kann Gicht auftreten. Die eigentliche Gicht beginnt oft mit einem überaus schmerzhaften Paukenschlag, dem akuten Gichtanfall. Wenn man die Gicht nicht behandelt und weiter lebt wie bisher, dann häufen sich meistens die Gichtanfälle. Es können aber Wochen bis Jahre vergehen (symptomfreies Intervall), bis weitere Komplikationen auftreten.

Bei Nichtbehandlung kann es zur chronischen Gicht kommen, mit häufigen Intervallen und Folgeerkrankungen. Irgendwann werden dann mehrere Gelenke dauerhaft geschädigt, sodass man sich nur noch unter Schmerzen bewegen kann.Außerdem kann die Niere nachhaltig geschädigt werden, wenn man die Gicht nicht sorgfältig behandelt. Das kann bis zum Nierenversagen gehen.

Häufigkeit von Gicht

Die Gicht zählt zu den typischen Wohlstandserkrankungen. In den Zeiten des Notstandes war die Gicht kaum anzutreffen, während die Anzahl der Erkrankungen seit dem 2.Weltkrieg stetig zunimmt. Heute weisen 5% aller Männer erhöhte Harnsäurewerte auf. Frauen sind weitaus weniger betroffen. Ihr Anteil steigt jedoch nach den Wechseljahren, was auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen ist.

Symptome von Gicht

Es beginnt meist mit einem Gichtanfall. Die typischen Symptome sind meistens

- plötzlich auftretende Gelenksschmerzen in Finger, Knie, Zehen und Schulter
- starke Gelenksschmerzen: Oft in der Nacht und den Morgenstunden
- Knie- , Finger- , Zehen- und Schultergelenke mit Schwellungen, Rötungen, Überwärmungen
- erhöhte Temperatur und Fieber
- Schmerzen bei Eigen- und Fremdberührung der Finger- , Knie- , Zehen- und Schulter-Gelenke

Die Ursachen nach TCM

Laut der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Gicht eine Leberstörung. Ganz klar sieht man das an der Dynamik der Erkrankung. Ein akuter Gichtanfall kommt plötzlich, verläuft schnell, ist sehr schmerzhaft und äußert sich meist erstmalig in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden.

Das alles sind typische Lebersymptome. Die Leber ist der Dynamo des Körpers, der bekannt ist für sein schnelles Auftreten und seine Heftigkeit. Ein zweiter klarer Hinweis für eine Leberstörung ist die Lokalisation. Meist äußert sich der erste Gichtanfall an der großen Zehe. Hier verläuft der Lebermeridian. Auf der einen Seite kann die Leber als inneres Organ aus genetischen Gründen aus dem Lot sein, auf der anderen Seite kann die Funktion dder Leber durch stressiges Leben, Frustration, Ärger oder Zorn zu heiß werden. Drittens wird das Leberfeuer durch zu viel erhitzende Nahrungsmittel und eine ungesunde Ernährung geschürt.

Behandlung

Akupunktur:
Die Akupunktur-Punkte befinden über Energieleitbahnen, den Meridianen, über die die Lebensenergie Qi fließt. Die Leitbahnen versorgen die Organe, die Muskeln und die Haut mit Energie. Dazu wird ein ausleitendes Verfahren wie Schröpfung und eine spezielle Ernährungs -und Kräutertherapie angewandt, um den Krankheitsverlauf zu verbessern und die Heilung einzuleiten. Mit der Ernährung können Sie viel gut machen. Wenn dies zu wenig hilft und eine schmerzhafte Entzündung schon da ist, müssen unbedingt Kräuter dazugegeben werden. Nässe-/ Hitzeausleitende und Leberberuhigende Kräuterrezepturen und eine abgestimmte Ernährung nach TCM.

Meiden Sie Fettes!
Fettes Fleisch, fette Innereien, Fleisch- und Fischhaut, fette Saucen, fette Süßspeisen. Wurst und Speck sind Gift. Frittiertes, gebratenes und geröstetes Essen ist wegzulassen. Auch geräucherte Nahrungsmittel sind schlecht. Selbst ein geräucherter Hering ist bei Gicht nichts für Sie. Kalter Schleim (z. B. Schlagsahne, saure Sahne) ist nicht so schlimm wie heißer Schleim (z. B. gebratenes, fettes Schwein). Trotzdem sind auch fette Milchprodukte bei Gicht ungünstig. Vermeiden Sie daher Butter, Schlagsahne Creme fraiche, Rahm, fetten Streichkäse und Aufstriche.

Vermeiden Sie purinhaltige Lebensmittel!
Um die erhöhten Harnsäurewerte zu senken, ist es erforderlich, die mit der Nahrung aufgenommene Menge an Purinen einzuschränken. Da Purine in den Zellkernen vorkommen, sind alle Lebensmittel, die viele Zellen enthalten, purinreich. Dazu zählen vor allem Innereien wie Bries, Nieren und Leber sowie Muskelfleisch und Wurst. Aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Sojabohnen und Erbsen und daraus hergestellte Produkte sollten Gichtkranke meiden ebenso einige Fischsorten wie Hering, Sprotten, Sardellen oder Lachs und Meerestiere wie Hummer und Miesmuscheln.

Zucker ist pure Energie. Er verschleimt und heizt an. Das merken wir, wenn wir müde sind und ein Stück Schokolade essen - das gibt wieder Schwung. Zucker und Süßstoffe sind bei Gicht daher zu vermeiden. In der Schokolade ist noch dazu viel Fett.

Auch Alkohol heizt die Leber zu sehr an, Bier verschleimt.
Verringern Sie daher Ihre Alkoholmenge!


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