Allergien


Besondere Aspekte bei Allergien aus der Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Der Auslöser für eine Allergie sei nach der medizinischen Tradition aus Fernost immer eine Blockade der Körperenergie Qi. Allergien entstehen durch eine Schwäche des Nieren-, Lungen- oder Milz-Qi. So dringen schädliche Einflüsse leichter in den Körper ein und es entwickelt sich eine Allergie.

Die Abwehrreaktion des Immunsystems steht in der chinesischen Medizin in engem Zusammenhang mit dem Wei Qi, der an der Oberfläche zirkulierenden Abwehrenergie des Körpers.Aus Gu Qi (Nahrungsbrei in der Milz) entsteht zusammen mit der Atmungsluft das Zong (Atmungs) Qi. Aus diesem wiederum entsteht unter Einwirkung vom Yuan (Ursprungs) Qi, das seinen Ursprung zwischen den Nieren (Ming Men) hat, das Zhen (wahre) Qi. Dieses wird von der Lunge verteilt und läßt sich in zwei Formen gliedern: das Wei Qi und das Ying Qi. Das Wei Qi ist das Abwehr Qi des Körpers. Es zirkuliert extravasal, also außerhalb der Gefäße/Meridiane an der Körperoberfläche. Im Verhältnis zum Ying Qi (übersetzt am besten als Ernährungsqi), das in den Gefäßen zirkuliert, hat es Yang Qualität. Das Wei Qi ist zuständig für das Erwärmen, Befeuchten, Ernähren der Körperoberfläche und für die Abwehr von äußeren pathogenen Faktoren. Es kontrolliert das Schwitzen über das Öffnen und Schließen der Poren.

Behandlung nach TCM

Dass die traditionelle chinesische Medizin (TCM) wesentlich zur Linderung von Allergie- und Asthmabeschwerden beitragen kann ist kein Geheimnis mehr. Die TCM ist kein Gegensatz zur Schulmedizin, sondern eine Ergänzung auf ganzheitlicher Ebene. Die TCM unterscheidet bei der Behandlung von Allergien nicht, ob es sich dabei um eine Staub-, Pollen- oder Tierhaarallergie handelt. Es wird vielmehr der Auslöser der Allergie - die Störung der Körperenergie Qi - wieder mit Massagen, Kräutern und Akupunktur ins Lot zu bringen

Eine Akupunktur-Kur für Allergiker solle bereits ein bis zwei Monate vor Beginn der Pollensaison beginnen. Dabei werden Punkte genadelt, die mit Augen und oberen Atemwege, mit der Lunge oder mit psychischen Komponenten des Leidens in Zusammenhang stehen.

Mit einer Akupunkturbehandlung können sowohl Heuschnupfen und auch allergisches Asthma langfristig gelindert werden. Es werden hier individuell die Ursachen behandelt, indem an den entsprechenden Punkten mithilfe der Akupunkturnadel energetische Blockaden gelöst werden.
Für eine erfolgreiche Behandlung sind ca. 10 Akupunktursitzungen - jeweils 2 pro Woche - notwendig.

Wichtig sei in der TCM aber zusätzlich das aktive Mitwirken des Patienten an der Behandlung. Spezielle Atem- oder Bewegungsübungen des Chi Gong oder die Anwendung von Akupressur-Punkten kann der Patient nach Erlernen selbst anwenden und dadurch im Bedarfsfall Linderung erreichen.

Zusätzlich kann mit Schröpfen und Gua Sha Massagen nachgeholfen werden. Damit auf Dauer aber nicht nur die Symptome bekämpft werden, sondern vor allem das Qi in ein harmonisches Gleichgewicht kommt, sollte auch die Kräutermedizin und Ernährungsberatung nicht außeracht gelassen werden.

Eine vorherige genaue Diagnose ergibt, ob Nieren-, Lungen- oder Milz-Qi aus der Balance geraten sind.

Nieren-Qi -> Tees mit Yamswur-Zellknollen, Braunwurzelgewächs oder Bocksdornfrüchten - die in speziellen Apotheken mit TCM-Kräutern erhältlich sind - wirken bei einer Schwäche des Nieren-Qi. Meiden sollte man allzu salzige oder kalte Gerichte.

Lungen-Qi -> Aprikosensamen und Weißwurz-Wurzelstocktees stärken dieses Qi. Scharfe Gewürze und Meeresfrüchte sind tabu!

Milz-Qi -> Das Essen sollte in Ruhe und vor allem regelmäßig verspeist werden. Dazu helfen Tees mit Süßholz und Lotossamen.

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